Am Pfingstsonntag feierten die Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft Mintraching in der Pfarrkirche Wolfskofen ihren Dankgottesdienst für die kürzlich empfangene Firmung. Insgesamt 24 Jugendliche hatten am Montag, 18. Mai, in Hagelstadt das Sakrament der Firmung empfangen und kamen nun noch einmal gemeinsam mit ihren Familien und der Gemeinde zusammen, um Gott für diesen besonderen Schritt auf ihrem Glaubensweg zu danken.
Den festlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Klaus Beck. Für die musikalische Gestaltung sorgte an der Orgel Frau Bettina Dietl, die mit ihrem einfühlsamen Spiel den feierlichen Charakter des Pfingstgottesdienstes unterstrich. Die Firmlinge selbst brachten sich aktiv in die Feier ein und trugen die Fürbitten vor.
In seiner Predigt stellte Pfarrer Beck die Verbindung zwischen dem Pfingstfest und dem Sakrament der Firmung in den Mittelpunkt. Pfingsten sei das Fest des Heiligen Geistes, das Fest der offenen Türen und der neuen Kraft. Er erinnerte daran, wie aus verängstigten Jüngern mutige Zeugen geworden seien, nachdem der Heilige Geist auf sie herabgekommen war. „Pfingsten bedeutet: Gott lässt uns nicht allein. Er gibt seinen Geist. Er schenkt Mut, Hoffnung und Gemeinschaft“, betonte Beck.
Gerade deshalb passe der Dankgottesdienst der Firmlinge so gut zum Pfingstfest. Die Jugendlichen hätten mit der Firmung bewusst Ja zum Glauben und Ja zum Wirken des Heiligen Geistes gesagt. Dabei machte der Pfarrer deutlich, dass die Firmung weit mehr sei als ein festlicher Tag mit Musik, Fotos und Familienfeier. Vielmehr wolle der Heilige Geist im Alltag der jungen Menschen wirken – nicht nur an einem einzigen Tag, sondern jeden Tag neu.
Besonders eindrucksvoll griff Pfarrer Beck ein Symbol auf, das bereits bei der Firmung durch Domkapitular Michael Dreßel hervorgehoben worden war: die Hand. In allen Sakramenten spiele die Hand eine wichtige Rolle – sei es beim Segnen, Trösten oder Helfen. „Gott legt seine Hand auf uns“, sagte Beck. Damit mache Gott den Menschen Mut und verspreche: „Du bist nicht allein. Ich gehe mit dir.“
Zugleich seien die Christen selbst dazu aufgerufen, ihre Hände für andere einzusetzen. Dies beginne oft schon im Kleinen – dort, wo Menschen einander helfen, Trost schenken, Frieden stiften oder den Mut haben, zu ihrem Glauben zu stehen. Der Heilige Geist wirke häufig nicht spektakulär, sondern durch kleine Gesten, offene Worte und hilfsbereite Menschen.
Mit Blick auf die gegenwärtigen Krisen und Unsicherheiten in der Welt erinnerte Pfarrer Beck daran, wie wichtig Gemeinschaft und Zusammenhalt seien. Gottes Geist trenne nicht, sondern verbinde Menschen miteinander. Gerade junge Christen seien deshalb eingeladen, ihren Platz in Kirche und Gesellschaft einzunehmen – mit ihren Ideen, Fragen und Talenten.
Ein besonderes Zeichen dafür waren auch die Glaskreuze, die die Firmlinge während ihrer Vorbereitung gestaltet hatten. Jedes Kreuz sei anders, erklärte Beck, mit eigenen Farben und Symbolen versehen. Gemeinsam würden sie jedoch ein großes Ganzes bilden – ein Bild für die Kirche, in der jeder Mensch einzigartig sei und dennoch zur Gemeinschaft gehöre.
Am Ende des Gottesdienstes wurden die gestalteten Glaskreuze gesegnet. Außerdem erhielten die Firmlinge ihre Firmbestätigungen ausgehändigt – ein sichtbares Zeichen und eine bleibende Erinnerung an ihre Firmung und an den gemeinsamen Glaubensweg in der Pfarreiengemeinschaft Mintraching.
Mit dem Dankgottesdienst klang für die Jugendlichen eine intensive Zeit der Firmvorbereitung und der Feier des Firmsakramentes feierlich aus. Zugleich machte der Pfingstgottesdienst deutlich, dass der Weg des Glaubens für die jungen Christen nun erst richtig beginnt.
